Baccarat

Thema: Baccarat

Auszug aus dem Buch: Baccaarat Attack Strategy S. 13-20

Autor: Greg Fletcher

Datum der Veröffentlichung: 2008

Verfasst von Sarah G.

Baccarat hat seinen Ursprung in Europa und wurde zum ersten Mal in Italien gespielt. In Frankreich entwickelte man das Spiel dann weiter. Von dort aus verbreitete es sich in ganz Europa. Insbesondere wird die Variante Chemin de Fer gespielt. Es gibt auch eine weitere Version namens Baccarat en banque. Das Wort „Baccarat“ ist das französische Wort für „Null“, was sich auf den Wert Null bezieht, den alle Bildkarten sowie die Zehn haben.

1959 kam das Glücksspiel Baccarat dann nach Vegas in die Casinos auf dem Strip. Bei der amerikanischen Variante wurde Baccarat so gespielt wie in den Online Casinos. Das Haus spielt gegen alle Spieler, unabhängig davon, wie viel sie gesetzt haben.

Es gibt zwei Versionen des amerikanischen Baccarat Spiels. Die offizielle Variante wird mit zwei Dealern an einem Tisch mit bis zu 14 Spielern gespielt. Mini Baccarat wird an einem Blackjack Tisch mit einem Dealer und bis zu sechs Spielern gespielt. An dem offiziellen Tisch geht es in der Regel um höhere Einsätze. Sie beginnen bei 25 Dollar und können bis zu 4.000 Dollar reichen. An den High Roller Tischen sind Einsätze von 10.000 Dollar und mehr nicht unüblich. Viele High Roller aus Asien sind zu Gast und genießen während ihres Spiels auch ein exklusives Essen. Auf Wunsch wird den Spielern auch weibliche Begleitung zur Seite gestellt. An den Baccarat Tischen wird formelle Kleidung erbeten.

Wer dieses Spiel in einem landbasierten Casino ausprobieren möchte, ist die Mini Version geeignet. Die Wettlimits sind niedriger. Bereit mit 2 bis 5 Dollar kann man einsteigen. Die maximale Wette beträgt zwischen 1.000 und 2.000 Dollar.

Die Baccarat Regeln und die Spielweise

Beim Baccarat werden nur zwei Hände gespielt: die eine Hand ist der „Spieler“ und die andere der „Banker“. Jede Hand erhält zunächst zwei Karten. Die anderen Spieler können nun auf den Spieler, den Banker oder auf Unentschieden setzen. Der Dealer oder Croupier überwacht das Spiel und die Einhaltung des Regelwerks.

Beim Baccarat haben Asse den Wert 1, die Karten von 2 bis 9 behalten ihren Wert. Zehnen und Bildkarten haben den Wert 0. Übersteig der Gesamtwert der beiden Karten den Wert Zehn, so wird nur die zweite Stelle gezählt. Das bedeutet, eine 9 und eine 4 ergeben zwar 13, haben aber eigentlich den Wert 3. Ziel des Spiels ist es, dem Wert 9 so nahe wie möglich zu kommen. Eine Hand aus zwei Karten, die 8 oder 9 ergibt, wird als „natural“ bezeichnet Es werden dann keine weiteren Karten mehr ausgegeben. Die 8 wird auch als „petit natural“ bezeichnet, die 9 als „grande natural“. Nach der Ausgabe der beiden Karten gelten feste Regeln, wie das Spiel weitergeht. Der Spieler hat keine Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen. Die Spielregeln sind überall gleich, sowohl beim Baccarat, beim Mini Baccarat und auch bei Online Baccarat.

Ist keine der beiden Hände ein natural, werden diese gemäß einer Reihe von Regeln gespielt, die in den Casinos nachzulesen sind. Die Hand des Spielers wird immer zuerst gespielt. Diese sind wie folgt:

Wenn entweder der Banker oder der Spieler eine 8 oder eine 9 haben, gewinnt die natural Hand und das Spiel ist vorbei. Sollten beide eine 8 oder 9 haben, gewinnt das grande natural. Sollten beide denselben Wert haben, ist das Spiel unentschieden.

Die Hand des Spielers wird immer zuerst nach folgenden Regeln gespielt:

Hat der Spieler eine Hand von 0, 1, 2, 3, 4 oder 5, wird eine weitere Karte gezogen.

Bei 6 oder 7 zieht er keine Karte

Bei 8 oder 9 hat er ein natural, keine Karten werden gezogen.

Die Hand des Bankers wird immer zuletzt gespielt. Dabei hängt die Art und Weise, wie sie gespielt wird, davon ab, wie die Spielerhand gespielt wurde. Wenn der Spieler keine weitere Karte gezogen hat, ist das Prozedere folgendermaßen:

Hat der Banker den Wert 0, 1, 2, 3, 4 oder 5, zieht er eine weitere Karte. Hat er 6, 7, 8 oder 9, zieht er keine.

Hat der Spieler ein natural von 8 oder 9, zieht er keine Karte mehr, das gilt auch für den Banker.

Zieht der Spieler eine dritte Karte, wird die Hand des Bankers nach folgenden Regeln gespielt:

Die beiden Karten des Bankers ergeben:

Der Banker zieht, wenn die dritte Karte des Spielers folgende sind:

Der Banker zieht keine weitere Karte, wenn die dritte Karte des Spielers folgende sind:

0, 1 oder 2

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

 

3

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

8

4

2 3 4 5 6 7

1 8 9 10

5

4 5 6 7

1 2 3 8 9 10

6

6 7

1 2 3 4 5 8 9 10

7

 

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

 

Es werden nicht mehr als drei Karten gezogen. Es gewinnt jene Hand, die der 9 am nächsten ist. Bei einem Unentschieden erhalten die Spieler ihre Einsätze zurück. Wetten auf Unentschieden werden 8:1 ausgezahlt.

Bei den Wetten auf Spieler und Banker hat die Wette auf den Banker immer einen kleinen Vorteil von 50,7 %. Wetten auf den Spieler haben Odds von 49,3 %. Daher wetten die meisten auf den Banker, obwohl dabei im Falle eines Gewinns eine Kommission von 5 % ans Haus gezahlt werden muss. Das bedeutet insgesamt einen Hausvorteil von 1,17 % bei Wetten auf den Banker und 1,35 % bei Einsätzen auf den Spieler. Das sind die niedrigsten Odds, ausgenommen der Line Bets bei Craps, die einen Hausvorteil von 0,80 % haben.

Wetten auf ein Unentschieden haben, wie bereits erwähnt, eine Auszahlung von 8:1. Es gibt auch einige landbasierte Spielbanken, die 9:1 auszahlen. Doch es lohnt sich meist nicht, auf Unentschieden zu setzen, denn der Hausvorteil beträgt hier 14,5 %, es sei denn, man findet eine Auszahlung von 9:1. In diesem Falle beläuft sich der Hausvorteil auf 4,5 %.

Hier einige Beispiele für Baccarat Hände:

Nr. 1

Spielerhand:  10-7 = 7

Bankerhand:  5-2 = 7

Nach den Regeln können weder Banker noch Spieler eine weitere Karte ziehen. Das ist ein Unentschieden.

Nr. 2

Spielerhand:  4-2 = 6  

Bankerhand: T-K = 0

Der SPieler zieht bei einem Wert von 6 keine Karte. Der Banker zieht eine Karte und erhält eine 3. Der Spieler gewinnt 6:3.

Nr. 3

Spielerhand: 2-2 = 4

Bankerhand: K-5 = 5

Der Spieler muss eine weitere Karte ziehen und erhält eine 7. Er hat nun 2-2-7 = 1. Der Banker würde auch dann gewinnen, wenn er keine weitere Karte zöge, doch laut den Regeln muss er ziehen. In diesem Beispiel zieht er eine 7 und hat nun K-5-7 = 2. Der Banker gewinnt.

Nr. 4

Spielerhand:  3-4 = 7

Bankerhand: T-3 = 3

Der Spieler zieht keine Karte, der Banker zieht und bekommt ein Ass. Der Banker hat demnach T-3-A=4. Der Spieler gewinnt 7:4.

Auch wenn Baccarat auf den ersten Blick kompliziert erscheinen mag, so sind die Regeln doch schnell zu erlernen. Man muss keine bestimmten Kenntnisse haben, um dieses Spiel erfolgreich zu meistern. Es gibt weder komplizierte Strategien noch bestimmte Regeln. Es gibt einige Baccarat Spieler, die ihre Ergebnisse gern aufschreiben, um Statistiken zu erstellen. Oft gibt es in den landbasierten Casinos Displays, die die letzten 30 Baccarat Hände aufzeigen.

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